Versuch 69: Funkenregen - Einleitung

Die Naturwissenschaft kann bei großen Festen mitfeiern. Sicher gibt es zu jeder festlichen Gelegenheit zahlreiche Experimente und Versuche, die, meist frei Hand, staunendes Publikum verzaubern können. Ob man sich nun mit einem Weinglas ein Bild auf das weiße Hemd projiziert, zu Ostern ein Ei in einer Flasche verschwinden lässt oder zur Weihnachtszeit ein Orangenschalefeuerwerk am Adventskaffee beginnt.

Dies waren nur drei von vielen Beispielen die großen Feste auch naturwissenschaftlich zu begehen. Wer Sylvester vorverlegen möchte, kann schon mit einer einfachen Kerze oder einem Tischbrenner herauszufinden, wie Fontänen oder Leuchtfeuerwerk funktionieren. Neben Oxidationsmitteln, die die Reaktion in Gang bringen, und Salzen, die Farben entstehen lassen, benutzt man in solchem Feuerwerk Metalle, um Funken zu erzeugen. Im Experiment wird dieser „Funkenregen“ nachempfunden.

Sicher sind im Alltag nicht sofort Metallpulver zur Hand. Dem gelangweilten Kneipenwissenschaftler reicht aber auch ein Pfefferstreuer, um das Experiment wenigstens modellhaft nachzustellen. Im Labor wird derweil Sylvester gefeiert und Fontänen steigen gelassen. Na dann: Prost Neujahr!

Sicherheitssymbole

Demonstrationsversuch Schutzbrille tragen! Leichtentzündlich In den Abfall geben.

Chemikalien

  • Zinkpulver
  • Magnesiumpulver
  • Aluminiumpulver
  • Kupferpulver
  • Eisenpulver

Materialien

  • Bunsenbrenner
  • Uhrgläser
  • feuerfeste Unterlage
  • Spatel

Durchführung

Für diesen Versuch benutzt man am besten einen Kartuschenbrenner, den man auf einer feuerfesten Unterlage, wie z.B. einer Keramikplatte platziert.

Wird ein üblicher Gasbrenner mit Gummischlauch verwendet, so muss der Schlauch unbedingt mit einem feuchten Tuch, o.ä. abgedeckt werden. Funken könnten den Schlauch ansonsten beschädigen.

Nach Ende des Versuches muss der Brenner ordentlich ausgeschüttelt werden, um Reste der Metallpulver zu entfernen.

Man gibt nun kleine Mengen der Metallpulver auf Uhrgläser und zündet den Gasbrenner auf kleiner Flamme an. Der Raum wird abgedunkelt und mit dem Spatel wird nach und nach jeweils ein Metallpulver in die Brennerflamme geschüttet. Am Ende können daneben verstreute Reste zusammen in die Flamme gegeben werden

Entsorgung

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Ergebnisse

Die Metalle verbrennen mit unterschiedlicher Intensität, Flammenfärbung und unter Funkenbildung. In der feinen Pulverform brennen auch Metalle, die in uns alltäglich bekannten Formen (Alufolie, Kupfermünze, Eisenrohr) nicht brennen würden.

Vergleichbar ist das mit Bäumen und Holzspänen. Mit einem Zündholz lässt sich der Baumstamm nicht entzünden, die Holzspäne aber schon. Die Angriffsfläche für das Feuer bzw. den Sauerstoff ist in beiden Beispielen bei der kleinen Zerteilung größer und demnach auch die Chance zur Reaktion.

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Hinweise

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Versuchsbild

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