Versuch 5: Benzinbrand - Einleitung

Ein wenig Benzinkunde: Benzin hat nicht nur die Eigenschaft immer teurer zu werden sondern ist chemisch ein Stoffgemisch. Benzin ist eine Mischung aus überwiegend kurzkettigen aliphatischen (einfachbindigen), olefinischen (doppelbindigen) und aromatischen (u.A. cyclisch delokalisierten) Kohlenwasserstoffverbindungen im Bereich von 4 bis 10 Kohlenstoffatomen pro Molekül.

Zwischen dem von der Tankstelle bekannten Normalbenzin, Super und Super Plus gibt es Unterschiede. Die Menge an Aromaten oder verzweigten Alkanen nimmt vom Normal- bis zum Superbenzin zu, während einfache Kohlenwasserstoffe abnehmen. Das sorgt für eine bessere Klopffestigkeit des Benzins.

Das Benzin verbrennt bei hoher Klopffestigkeit erst durch Zündung mit der Zündkerze. Weniger klopffeste Benzinsorten können schon vorher beim Verdichten im Kolben zünden, was man als Klopfen im Motor wahrnimmt. Passiert dieses frühe Zünden häufig wird der Motor dadurch in Mitleidenschaft gezogen und „altert“ schneller.

Aromaten, oder genauer Arene und Ether wie tert-Butylmethylether (MTBE) führen auch zum „aromatischen“ Geruch des Benzins. Viele von Ihnen, darunter auch das Benzol sind allerdings krebserregend, weshalb man nicht unnötig im Benzindampf stehen sollte.

Sicherheitssymbole

Demonstrationsversuch Schutzbrille tragen! Im Abzug arbeiten! Giftig Leichtentzündlich ?!?

Chemikalien

  • Benzin

Materialien

  • Stativ u. Klammer
  • Blechrinne
  • Tiegelzange
  • Watte
  • Kerze
  • Becherglas

Durchführung

Die Blechrinne wird mit einer leichten Neigung nach unten am Stativ im Abzug befestigt. Anschließend gibt man etwas Benzin in ein Becherglas und tränkt 4-5 kleine Wattestücke darin.

Danach legt man die getränkte Watte als schmalen Streifen oben auf die Blechrinne. Man entzündet die Kerze und hält sie in die Benzindämpfe unter der Rinne.

Entsorgung

Die erloschenen Rückstände der Watte können in den Ausguss gegeben werden. Überschüssiges Benzin kann im Abzug in einer Abdampfschale verbrannt werden.

Ergebnisse

Die Benzindämpfe entzünden sich rasch und in kürzester Zeit verbreitet sich der Brand von unten nach oben. Das Feuer entflammt zuerst die Benzindämpfe, da ihr Flammpunkt niedriger ist als der Flammpunkt des flüssigen Benzins.

Da die Benzindämpfe eine größere Dichte als die in der Luft enthaltenen Gase haben, sinken sie auf die Arbeitsfläche. Bei der Verbrennung des Benzins entstehen vornehmlich Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoff und Wasser.

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Hinweise

Nicht zu viel Watte und Benzin verwenden, da sonst unter Umständen ein größerer Brand entstehen kann.

Versuchsvideo

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Versuchsbild

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