Versuch 43: Chemolumineszenz von Blut - Einleitung

Die Lumineszenz ist die Anregung von Atomen durch Photonen mit dem Effekt, dass nach der Anregung Licht einer anderen Frequenz vom Atom ausgesendet wird. (In einem anderen Versuch ging es schon einmal um dieses Thema). Man unterscheidet nun verschiedene Arten der Lumineszenz. Eine Auswahl sind beispielsweise die Fluoreszenz, die Phosphoreszenz oder die im Versuch erkennbare Chemolumineszenz.

Das ist die Abgabe von Lichtquanten, durch Elektronenanregung, die nicht thermisch bedingt sind. Die Energie zur Anregung wird dabei ausschließlich aus der chemischen Reaktion gewonnen. Knicklichter können so, ohne Batterien, Licht aussenden. Die Energie der Reaktion der teilnehmenden Stoffe reicht oft für mehrere Stunden Energiewandlung.

Sicherheitssymbole

Demonstrationsversuch Schutzbrille tragen! Schutzhandschuhe tragen! Reizend In den Ausguss geben.

Chemikalien

  • Schweineblut
  • Luminol
  • Natriumperborat–Tetrahydrat
  • Puderzucker
  • Natriumphosphat

Materialien

  • Mörser mit Pistill
  • Becherglas (1 Liter)
  • Flasche mit Verschluss (1 Liter)
  • Schutzbrille
  • Schutzhandschuhe

Durchführung

Im Mörser werden 0.2g Luminol, 4g Natriumperborat-Tetrahydrat, 30g Natriumphosphat und 30g Puderzucker miteinander vermischt und zu einem feinen Pulver zerrieben.

An einem Stativ wird oben ein Trichter befestigt (ca. 1m Höhe) und ein großes Becherglas darunter gestellt. Das Becherglas muss die geplante Menge an Schweineblut auffangen können.

Unmittelbar vor Versuchsbeginn füllt man eine große Flasche zu 3/4 mit Schweineblut und gibt die vorbereitete Mischung hinzu. Die Flasche wird verschlossen und gut geschüttelt. Nun wird der Raum verdunkelt und die Flasche im Trichter entleert.

Anstatt Schweineblut kann man auch reines Hämoglobinpulver verwenden

Entsorgung

Die Lösung wird stark verdünnt in den Ausguss gegeben.

Ergebnisse

Mit einem strahlenden blau fließt die Flüssigkeit durch den Trichter in das Becherglas und leuchtet dort weiter. Natriumperborat zerfällt in Wasser zu Wasserstoffperoxid und Natriumhydrogenborat. Wasserstoffperoxid oxidiert Hydrazidgruppen des Luminols (3-Aminophthalsäure-hydrazid).

Die dabei abgegebene Energie wird in Form von elektromagnetischer Strahlung abgegeben, in einer Frequenz, die wir als blaues Licht wahrnehmen. Die Reaktion von Wasserstoffperoxid und Luminol verläuft nur in alkalischem Milieu, dass vom Natriumphosphat hergestellt wird. Der Oxidationsprozess von Luminol wird von Eisen(III)ionen katalysiert, wie sie auch im Häm-Komplex des Hämoglobins im Schweineblut vorhanden sind.

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Hinweise

Aus hygienischen Gründen sollten bei der Verwendung von Schweineblut Handschuhe getragen werden.

Versuchsvideo

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Versuchsbild

Bild zu Versuch: Chemolumineszenz von Blut

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NEU

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