Versuch 119: Halloween Special 2 - Einleitung

Happy Halloween! Wie steht es um das Fest des Schauderns und Grauens? Am 31. Oktober laufen verkleidete Gestalten durch die Straßen und sammeln Süßigkeiten. Wenn es nichts Süßes gibt, gibt es Saures!

Ursprünglich stammt das Fest aus Irland. Irische Auswanderer brachten das Fest im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten. Von dort hat es seinen Siegeszug um die Welt angetreten. Untrennbar verbunden mit Halloween sind die geschnitzten Kürbisse, auch Jack O'Lantern genannt. Der Name geht auf eine Legende zurück, die in der Enzyklopädie Wikipedia, wie vollgend beschrieben wird:

„Vor langer Zeit lebte in Irland ein Hufschmied namens Jack. An einem Abend vor Allerheiligen saß der geizige und trunksüchtige Jack in seinem Dorf in einer Kneipe, als plötzlich der Teufel neben ihm stand, um ihn zu holen. Jack bot ihm seine Seele an für einen letzten Drink. Der Teufel hatte nichts dagegen, ihm einen letzten Drink zu spendieren, stellte aber fest, dass er keine Münze zur Hand hatte. So verwandelte er sich selbst in eine Sixpence-Münze, um den Wirt zu bezahlen. Jack aber steckte die Münze schnell in seinen Geldbeutel und verschloss ihn fest. Und weil er im Geldbeutel ein silbernes Kreuz bei sich trug, konnte der Teufel sich nicht zurückverwandeln. Jack handelte mit dem Teufel: Er ließ ihn frei und der Teufel versprach, dass Jacks Seele noch 10 Jahre frei sein solle.

Als die 10 Jahre um waren, kam der Teufel abermals in der Nacht vor Allerheiligen zurück, um Jack zu holen. Dieser bat ihn erneut um einen letzten Gefallen: Seine Henkersmahlzeit solle ein Apfel sein, den der Teufel ihm pflücken solle. Der Teufel tat ihm den Gefallen und kletterte auf einen Apfelbaum. Jack zog blitzschnell sein Messer und schnitzte ein Kreuz in die Rinde des Baumes; der Teufel war auf dem Baum gefangen. Jack handelte abermals mit dem Teufel: Er entfernte das Kreuz, und der Teufel versprach, Jacks Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe zu lassen.

Nachdem Jack viele Jahre später starb, bat er im Himmel um Einlass. Da er in seinem Leben nicht gerade ein braver Mann gewesen war, wurde er abgewiesen. Er wurde zu den Höllentoren geschickt. Aber auch dort wurde ihm der Eintritt verwehrt, weil der Teufel ja sein Versprechen gegeben hatte, niemals Jacks Seele zu holen. Der Teufel schickte ihn zurück, woher er gekommen war – und weil es so dunkel, kalt und windig und der Weg so weit war, bekam der Teufel Mitleid und schenkte Jack eine glühende Kohle direkt aus dem Höllenfeuer. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte. Seitdem wandelt seine verdammte Seele mit der Laterne am Vorabend von Allerheiligen durch die Dunkelheit.“

Sicherheitssymbole

Demonstrationsversuch Schutzbrille tragen! Leichtentzündlich

Chemikalien

  • Bärlappsporen

Materialien

  • Kürbis
  • Trichter
  • Plastikschlauch
  • Kerze

Durchführung

Vor dem Experiment muss die stimmungsvolle „Apparatur“ aus einem Kürbis gebastelt werden. Dabei achtet man darauf, ausgeschnittene Teile möglichst gut erhalten aufzuheben und auf der Innenseite von Kürbisfleisch zu befreien. Diese Kürbisteile werden im Versuch wieder in die Öffnungen gelegt und fliegen so leichter aus den Öffnungen.

In die Rückseite des fertig geschnitzten Kürbis wird unten ein kleines Loch gebohrt, durch das ein kleiner Trichter passt. Natürlich muss nicht der gesamte Trichter durch das Loch passen. Vielmehr wird der Trichter möglichst stabil und aufrecht in den Boden des Kürbis gesteckt. Hinter dem Kürbis befestigt man nun an dem herausragenden Trichterende den Schlauch. Der Schlauch sollte lang genug sein, um in sicherer Entfernung zum Kürbis zu stehen.

Im Kürbis platziert man neben dem Trichter eine Kerze (die Kerze muss ungefähr auf Trichterhöhe brennen können).

Nun gibt man 1-2 Löffel Bärlappsporen in den Trichter, zündet die Kerze an, legt die ausgeschnittenen Kürbisstücke zurück auf Mundöffnung und Augenöffnungen, geht in Deckung und pustet kräftig in den Schlauch.

Entsorgung

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Ergebnisse

Wenn alles bestens geklappt hat fliegen dem für das Publikum recht unscheinbaren Kürbis, mit einem großen Feuerball, Augen und Mund auf. Ein Haufen Bärlappsporen lässt sich nur schwer entzünden. Beim Pusten der Sporen in die Kerzenflamme entsteht jedoch ein richtiger Feuerball. Es kommt genauer betrachtet zu einer Verpuffung. Was versteht man darunter?

Durch den hohen Zerteilungsgrad, den die Sporen beim Pusten in die Flamme aufweisen, verbrennt das Sporen–Luft-Gemisch explosionsartig. Als brennbare Stoffe dienen hierbei die in den Sporen enthaltenen ätherischen Öle.

Steuerbare Einflussgröße für die Explosion bzw. den Zerteilungsgrad der Sporen ist der zugeführte Luftstoß.

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Hinweise

Der Kürbis sollte nicht in der Nähe von brennbaren Gegenständen zum Entflammen gebracht werden!

Versuchsvideo

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Versuchsbild

Bild zu Versuch: Halloween Special 2

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NEU

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