Versuch 1: Destillation von Wein - Einleitung

In vino veritas - Im Wein liegt die Wahrheit! Die Wahrheit darüber, was in ihm steckt.

Mit Hilfe der Destillationsappartur lässt sich Wein in seine Bestandteile zerlegen. Man fördert den Alkohol des Weines zu Tage, der nach des Wortes Sinne (destilare = herabtröpfeln) am Ende des Vorgangs herabtröpfelt.

Die Destillation ist ein Verfahren, welches schon Griechen oder Azteken nutzten und nachdem auch heutzutage Branntweine hergestellt werden. Älteste Destillationsapparaturen stammen aus dem alten Mesopotamien und werden auf einen Zeitraum von über 3000 v. Chr. geschätzt.

Neben der Destillation von Alkohol nutzte man dieses Trennungsverfahren auf Basis der Aggregatwechsel von Flüssigkeiten schon frühzeitig auch zur Gewinnung von Salz oder Trinkwasser aus dem Meer oder zur Herstellung ätherischer Öle. Neben der Alkoholherstellung ist das Verfahren heute vor allem in der Petrochemie weit verbreitet, um Kohlenwasserstoffgemische ihren Siedepunkten entsprechend zu trennen.

Sicherheitssymbole

Demonstrationsversuch Schutzbrille tragen! In den Ausguss geben.

Chemikalien

  • Rotwein

Materialien

  • 500ml Destillierkolben
  • Thermometer- bis 100°C
  • durchbohrten Stopfen
  • Stativ
  • Becherglas 100ml
  • Liebigkühler
  • Gummischläuche
  • Dreibein
  • Brenner

Durchführung

Man füllt in den Destillierkolben ca. 200mL Rotwein. Anschließend wird der Rotwein bis auf eine Temperatur von 78°C erhitzt.

Nach dem Ablauf der Destillation wird das Destillat entzündet.

Entsorgung

Die Rückstände werden in den Ausguss gegeben.

Ergebnisse

Das Erhitzen des Weines nimmt einige Zeit in Anspruch. In dieser Zeit bildet sich Dampf über der Flüssigkeit und ein Niederschlag an der Innenseite der Apparatur.

Bei steigender Temperatur tritt eine Flüssigkeit am Ende des Liebigkühlers aus. Im Test zeigt sich dieses Destillat als brennbar.

Durch den Vorgang der Destillation können der Alkohol und das Wasser, die im Wein enthalten sind, aufgrund ihrer unterschiedlichen Siedetemperaturen voneinander getrennt werden. Der Alkohol (Ethanol) siedet bei 78°C, das Wasser erst bei 100°C. Genau genommen siedet ein Teil des Wassers schon unter 100° C, weshalb man nie ein vollkommen reines Alkoholdestillat bekommt.

Unter der Siedetemperatur des Ethanols liegt die des Methylalkohols (Methanol), der in schlecht vergorenem Alkohol vorkommen kann und als giftig eingestuft wird. Bei der Destillation gibt man deshalb Flüssigkeit, die unter 78° C aufgefangen wurde weg.

Bei der Destillation nutzt man den Effekt der temperaturabhängigen Aggregatzustandsänderungen von Stoffen. Eine Flüssigkeit wird durch Erhitzen zum Sieden gebracht und im Kühler durch Absenkung der Temperatur wieder verflüssigt. Wie oben beschrieben lassen sich so Flüssigkeitsgemische trennen.

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